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Montag, 10. März 2008

Das Erbe von Ragusa und Die Spur der Hebamme


Kurzbeschreibung:

Mit der kostbaren Perlenkette, die Nella von ihrer Mutter geerbt hat, hat es eine geheimnisvolle Bewandtnis. Ein fremdes Gesicht scheint sich vor ihres zu schieben, sobald sie sich im Spiegel betrachtet. Als sie kurz darauf den Antiquitätenhändler Safet kennen lernt, führen die Perlen sie an die dalmatinische Küste nach Dubrovnik. Dort findet sie einen Hinweis auf die einstige Besitzerin des rätselhaften Schmuckstücks – Mirjana, die im 16. Jahrhundert als Hexe angeklagt wurde. Nella weiß, sie muss Mirjanas wahres Vermächtnis retten – vor wem genau, erfährt sie jedoch erst, als es beinah schon zu spät ist.


Dieses Buch lese ich jetzt schon seit einer Woche. Es ist nicht schlecht, doch leider packt es mich nicht so, wie "Die geheimen Schlüssel" im Januar. Das liegt nicht an der Qualität des Buches, sondern wohl einfach daran, dass ich auf Gran Canaria mehr Zeit hatte - und weniger Ablenkung. Das Internet raubt schon eine Menge Lesezeit.

Und ab heute ist werde ich dann wohl mal wieder parallel lesen müssen.

Kurzbeschreibung:

Sachsen im Jahre 1173: Die Hebamme Marthe und ihr Mann, der Ritter Christian, könnten mit ihrem Leben glücklich sein, doch da erreicht sie eine schlimme Nachricht: Randolf, Christians ärgster Feind, ist aus dem Heiligen Land zurückgekehrt. Und damit nicht genug: Eines Tages taucht im Dorf jener fanatische Beichtvater auf, dem Marthe und ihre Fähigkeit, die Menschen zu heilen, schon lange ein Dorn im Auge sind. Nur zu gern ergreift er die Gelegenheit, die Hebamme zu denunzieren. Christian will seine Frau in Sicherheit bringen, doch zu spät: Marthe muss sich wegen Hexerei vor einem Kirchengericht verantworten ...


Die Spur der Hebamme verfolge ich in einer Leserunde gemeinsam mit weiteren Interessierten. Im Anschluß an die Leserunde werden wir das Buch dann noch gemeinsam mit der Autorin Sabine Ebert besprechen.

Da das Buch ja oftmals gerühmt wird, weil es die Entstehungsgeschichte Freibergs mit beschreiben soll, hoffe ich sehr, dass wir dieses Mal auch mehr in der Hinsicht mitbekommen. Den ersten Teil fand ich zwar nicht schlecht, aber handlungstechnisch war es doch eher mittelprächtige Unterhaltung und von Freibergs Geschichte bzw. deren Aufarbeitung im Roman war ich eher enttäuscht.


- in: Lesetagebuch 288 mal gelesen

Tante Dimity und der verschwiegene Verdacht - Nancy Atherton


Tante Dimity und der verschwiegene Verdacht
Atherton, Nancy
Mystery
Seiten: 352
Bewertung:


Emma Porter, gerade frisch getrennt, reist alleine durch England um sich alte Herrenhäuser und vor allem die dazu gehörige Gärten anzusehen. Die Gärtnerei ist ihr großes Hobby und oftmals findet sie Trost und Geborgenheit, wenn sie in der Erde wühlt, Pflanzen pflegt oder neue Gärten anlegt.

Wie es der Zufall – oder doch eher Tante Dimity? – so möchte, trifft sie während eines Parkbesuchs auf die etwas schrägen Pym – Zwillingsschwestern. Die beiden alten Damen, die ganz aus der „guten, alten Zeit“ zu stammen scheinen, empfehlen ihr den Besuch eines alten Schlosses in Cornwall – Penford Hall.

In Penford Hall wird sie scheinbar schon sehnsüchtig vom Schlossherren selbst erwartet, der sie mit der Aufgabe betraut, sich einem alten Kapellengarten anzunehmen, der seit dem Tod seiner Großmutter nicht mehr gepflegt worden ist. Obwohl Emma zuerst zögert, ist sie doch von der Aufgabe, die ihr gestellt wird, angetan, und so stimmt sie zu, eine Weile in Penford Hall zu bleiben.

Hier lernt sie nicht nur weitere recht skurille Mitglieder des Haushalts kennen, sondern auch Derek Harris, einen Freund von Grayson Alexander, dem Herzog von Penford Hall, der sich um ein buntes Glasfenster in der Kapelle des Schlosses restaurieren soll, kennen. Gemeinsam mit seinen beiden Kindern, Nell und Peter, wohnt er ebenfalls in dem dunklen Gemäuer. Und wie es aussieht, möchte Tante Dimity nicht nur, dass Grayson in Penford Hall endlich glücklich wird, sondern auch, dass zwei Herzen zueinander finden…

Chronologisch gesehen müsste man „Tante Dimity und der verschwiegene Verdacht“ eigentlich vor „Tante Dimity und das geheimnisvolle Erben“ lesen. Nancy Atherton scheint sich jedoch etwas dabei gedacht zu haben, diese Reihenfolge zu wählen, und im nachhinein spielt die chronologische Reihenfolge keine wichtige Rolle. Die Serie hätte sogar ihren Reiz verloren, wenn es nicht diesen Rückblick in Form des zweiten Bandes geben würde.
Sowohl die Pyms als auch Emma und Derek tauchen im ersten Band auf, um Lori Shepard – die in diesem Roman leider nicht auftaucht – auf ihre Weise dabei zu helfen, Dimitys letzten Wunsch zu erfüllen.

Vordergründig geht es in diesem Roman wieder um einen vermeintlichen Kriminalfall, der gelöst werden möchte. Wie schon im ersten Band taucht Tante Dimity auch in diesem nur mehr oder weniger am Rande auf, als Teil einer Erinnerung oder in einem Gespräch. Der Leser bekommt sie wieder nicht zu fassen und obwohl sich Dimity guter Gesundheit erfreut und quicklebendig ist, erscheint sie nur einmal ganz kurz auf der Bildfläche.

Wie schon der erst zu „lösende“ Fall ist auch dieser hier weniger spektakulär, dafür aber mytisch – mystisch angehaucht. Und im Grunde geht es wieder nur darum, dass Dimity für die Menschen in ihrer Umgebung nur das Beste möchte und alles daran setzt, Friede und Liebe in die Welt zu bringen. Einen solchen Engel hätte wohl jeder gerne in seinem Leben.

Spielte in „Tante Dimity und das geheimnisvolle Erbe“ noch Reginald, der rosa Hase Loris, eine tragende Rolle, so bekommt er in diesem Buch einen Bruder – Bertie. Bertie, der braune Bär von Nell, scheint ebenso wunderbar zu sein wie Reginald. Sicherlich mag das in den Augen des einen oder anderen ein wenig seltsam anmuten, aber scheinbar sind Dimitys Stofftiere eine Art Runnig Gag, die sicherlich als Synonym dafür stehen, dass nicht nur Lori mit „Tante-Dimity-Geschichten“ bedacht wurde.

Sehr schön ist es, die Geschichten von Emma und Derek zu erfahren, dadurch erhalten die folgenden Bände mehr tiefe. Nancy Athertons Charaktere haben eine Vergangenheit und eine Zukunft, und nur wenn sie aus der Vergangenheit lernen, können sie in der Zukunft bestehen – und weitere Abenteuer gemeinsam mit der mittlerweile verstorbenen Dimity erleben.

Warum diese Bücher als Krimis eingeordnet werden, bleibt unklar. Viel mehr sind sie eine Art Märchen für Erwachsene, die man am Besten mit einer Kanne Tee, eingekuschelt in eine bequeme Decke, genießt. Denn diese Wohlfühlatmosphäre, die die Autorin mit jedem Band auf ein Neues erschafft, lässt sich nur schwer anderswo finden.


- in: Rezension Mystery 773 mal gelesen

Die Markgräfin - Sabine Weigand


Die Markgräfin
Weigand, Sabine
Historischer Roman
Seiten: 477
Bewertung:


Barbara wird schon als junges Mädchen aus politischen Gründen an einen sehr viel älteren Mann, den Herzog von Groß Glogau und Crossen, verheiratet. Sie ist sich ihrer Stellung bewusst, und auch wenn es dem Mädchen schwer fällt, die Heimat zu verlassen und zu einem ihr vollkommen fremden Mann zu reisen, so tut sie es doch. Jahrelang – ihr gesamtes bisheriges Leben – ist sie auf diesen Tag vorbereitet worden und nun muß sie tun, was ihre Eltern, ihr Land und nicht zu letzt ihr zukünftiger Ehemann von ihr Verlangen.

Zwei Jahre später kehrt sie als Witwe an den Hof ihrer Eltern zurück. Ihr Ehemann ist tot, doch hat er sie gut versorgt und ihr das gesamte Herzogtum vermacht. Damit wird sie nur interessanter, in den Augen ihrer Familie wertvoller, denn sie bringt nicht nur eine große Mitgift in eine mögliche neue Verbindung mit, sondern auch noch ihre Jungfräulichkeit, da die Ehe mit dem Herzog von Groß Glogau niemals vollzogen wurde.

Der König von Böhmen meldet Interesse an – und ein weiteres Mal tut das junge Mädchen, was von ihm verlangt wird. Sie heiratet per procurationem, also durch einen Stellvertreter, Vladislav II. von Böhmen und wartet geduldig auf ihre Heimführung. Dieses zieht sich, denn zu erst stellen sich dem König politische Probleme, die einen Krieg unumgänglich machen, und später wird Barbara schlicht unattraktiv für ihn. Letzten Endes interessiert ihn nur noch eines an Barbara, eine möglichst schnelle Scheidung, denn ihre Mitgift hat er schon längst an Ungarn abgetreten. Er ersucht um eine Dispens beim Papst und auch Barbara würde eine Scheidung herzlich Willkommen heißen.

Die nunmehr mittelose, nicht mehr junge Frau, wird ihren inzwischen regierenden Brüdern unbequem. Denn zu allem Übel hat Barbara sehr wohl ihren eigenen Kopf, möchte unabhängig von ihrer Familie leben und vielleicht sogar einmal eine eigene Familie haben – auch wenn sie dafür unter ihrem Stand heiraten müsste. So kommt es, dass ihr Bruder Albrecht sie auf die Plassenburg bringen lässt, wo er sie gefangen hält.

An diesem Punkt enden die wenigen Überlieferungen zu Barbara von Ansbach, Märkgräfin von Brandenburg. Was genau ihr auf der Plassenburg in der Gefangenschaft widerfahren ist, ist ungewiss. Und an dieser Stelle kommt Sabine Weigand ins Spiel.

Sie beschreibt im ersten Teil ihres Buches das Leben von Barbara, wie es überliefert wurde und lässt ihrer Phantasie ab der Gefangennahme der Markgräfin weitestgehend freien lauf. Doch nicht alleine um das Leben der interessanten historischen Persönlichkeit geht es in dem Debütroman der Autorin, sondern auch um die Plassenburg, die sich über der Stadt Kulmbach erhebt. Neben einer interessanten historischen Vergangenheit bietet sie auch genug Potenzial um einen zweiten Plot in den Roman einzubauen, der in der Gegenwart spielt.

Im zweiten Plot versucht ein Kastellan der Gegenwart, einen Kindstod aus der Vergangenheit aufzulösen. Ihm zur Seite stehen drei Freunde, die sich selbst als die „Forschenden Vier“ bezeichnen und nach und nach in die Geschichte der Plassenburg abtauchen, auf der Suche nach der Mutter des toten Kindes und einem Hinweis darauf, wie es ums Leben gekommen ist.

Was sich zuerst als einigermaßen Verwirrend ausnehmen kann, wird aber mit der Zeit immer spannender und interessanter. Durch die Zeitsprünge entstehen kaum Längen in der zu erzählenden Geschichte, denn die Protagonisten helfen sich quasi gegenseitig. So kommt der Leser nach und nach hinter das Geheimnis, welches die Plassenburg so viele Jahre lang geborgen hat.

Was negativ auffallen kann, ist die Tatsache, dass die Autorin die Geschichte der Barbara von Brandenburg quasi um 50 Jahre in die Zukunft versetzt hat. Albrecht war gar nicht ihr Bruder sondern ihr Großneffe. Durch das versetzen der Zeit werden auch die Daten anderer historischer Persönlichkeiten in Mitleidenschaft gezogen, was immer mal wieder zu Verwirrungen führen kann, wenn man Barbaras Leben parallel zum Buch auf eigene Faust recherchieren möchte. In einem sehr ausführlichen Nachwort erklärt Sabine Weigand aber selbst, wieso sie diesen Weg gewählt hat.

Die Charaktere sind gut herausgearbeitet, ihre Beweggründe für gewöhnlich nachvollziehbar und somit absolut glaubwürdig. Sicherlich muß man sich den krassen Gegensatz zur heutigen Zeit und dem 16. Jahrhundert vor Augen führen, um auch Barbara verstehen zu können, die für ihre Zeit fast schon utopische Vorstellung ihr Leben betreffend hatte. Daher fällt es dem Leser an der einen oder anderen Stelle schwer, sich mit ihrem Handeln zu identifizieren. Oftmals bleibt nur ein Kopfschütteln für eine Frau, die gegen sämtliche Konventionen ihrer Zeit wieder und wieder aufbegehrt.

Aufgelockert und zugleich authentischer wird die Geschichte durch zeitgenössische Briefe und Auflistungen, die die Autorin in die Handlung mit einfließen lässt.
Was das Buch allerdings vermissen lässt, ist ganz klar ein Glossar. Zu Beginn weniger, zum Ende hin dafür umso mehr. Bei so vielen altertümlichen Ausdrücken reicht irgendwann das laienhafte Wissen, das sich manch ein Leser im Laufe der Zeit angeeignet hat, leider nicht mehr aus.

Abgesehen davon hat Sabine Weigand ein Werk geschaffen, das absolut lesenswert ist.


- in: Rezension Historisch 619 mal gelesen

Neues im Februar '08


Hier mal ein kurzer Überblick über die Bücher, die im Februar neu bei mir eingezogen sind:

Die Lilie von Versailles
Erickson, Carolly
Historischer Roman
Seiten: 430


Paul darf das!
Göttlicher, Anette
Unterhaltung
Seiten: 212


Bis(s) zum Abendrot
Meyer, Stephenie
Mystery
Seiten: 623



So finster die Nacht
Lindqvist, John
Mystery
Seiten: 550




Außerdem Band 5 und 6 aus der Tante Dimity - Reihe von Nancy Atherton.


- in: Neues im Regal 306 mal gelesen

Februar 2008



Aus die Maus. Maries Tagebuch
Göttlicher, Anette
Unterhaltung
Seiten: 212
Bewertung:

Schwert und Laute
Marmen, Sonia
Historischer Roman
Seiten: 763
Bewertung:

Paul darf das! Maries Tagebuch
Göttlicher, Anette
Unterhaltung
Seiten: 212
Bewertung:

Bis(s) zum Morgengrauen
Meyer, Stephenie
Mystery
Seiten: 510
Bewertung:

Bis(s) zum Abendrot
Meyer, Stephenie
Mystery
Seiten: 623
Bewertung:

Die Markgräfin
Weigand, Sabine
Historischer Roman
Seiten: 477
Bewertung:



- in: Monatsstatistik 335 mal gelesen

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Zuletzt aktualisiert: 13. Jul, 08:41

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