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Montag, 20. Oktober 2008

[Kurzrezension] Im Affekt - James Patterson

Im Affekt
Patterson, James
Seiten: 352
Bewertung:

Lauren Stillwell ist Detektive bei der New Yorker Polizei und führt ein glückliches Leben. Denkt sie jedenfalls. Bis zu dem Moment, als sie ihren Mann in der Mittagspause überraschen möchte und ihn mit einer anderen Frau die Straße entlang schlendern sieht. Ganz offensichtlich betrügt er sie. Getreu dem Motto "Auge um Auge" plant sie ein Rendezvous mit ihrem Kollegen Scott Thayer. Dieses endet allerdings in einer Bluttat, die Laurens Mann begeht und deren Opfer Scott wird.
Panisch versucht Lauren ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken; ihren Mann zu schützen, sich den Anschein zu geben, von nichts zu wissen, Scotts Witwe zu trösten und trotzdem noch den Überblick in der Situation zu behalten. Zu erst scheint alles glatt zu laufen, doch dann eskaliert die Geschichte. Lauren droht ihren Job zu verlieren und dann erfährt sie, dass ihr Mann nicht nur ein dunkles Geheimnis umgibt...

Dieser Roman ist ein typischer Patteson. Spannend von der ersten bis zu letzten Seite und mit viel Schwung geschrieben. Die kurzen Kapitel sind ein Markenzeichen von dem Autoren, ebenso wie die vielen Wendungen, die das Geschehen nimmt. Manches ist gewollt vorhersehbar, einiges überrascht beim lesen. Auf alle Fälle hetzt man atemlos dem Showdown entgegen um danach staunend zurück zu blicken und sich zu fragen: Wie um alles in der Welt gelingt es Herrn Patterson nur immer wieder, so verdreht zu denken?

Ergo:
Ein toller Thriller den man nicht so ohne weiteres aus der Hand legen kann. Wäre da nicht die Tatsache, dass Laurens handeln manchmal doch ein bißchen konstruiert wirkt, hätte ich auch die volle Punktzahl gegeben. So reicht es leider nicht ganz.


- in: Rezension Thriller 213 mal gelesen

[Kurzrezension] Untot in Dallas - Charlaine Harris

Untot in Dallas
Harris, Charlaine
Seiten: 283
Bewertung:

Seitdem Bill zu Sookies Leben gehört, hat sich für die hübsche Kellnerin einiges geändert. Langsam hält der Alltag Einzug in die Zweisamkeit von Bill und ihr und damit gibt es auch schon mal Meinungsverschiedenheiten und Streit. Nach so einem Streit mit ihrem Liebsten wird Sookie von einem übernatürlichen Wesen nachts auf der Landstraße angegriffen und schwer verwundet. Nur die Vampire aus Bon Temps können sie noch retten, und so steht Sookie plötzlich in ihrer Schuld. So kommt es, dass sie und Bill nach Dallas reisen müssen, um dem dortigen Vampiroberhaupt bei der Suche nach einem verschwundenen Vampir zu helfen. Bei dieser Gelegenheit enttarnt Sookie dann auch noch einen Maulwurf, was ihren Aufenthalt in der Großstadt nicht unbedingt friedlicher gestaltet...

In diesem Band geht es vermehrt um Sookie, die zwar von Bill nach Dallas begleitet wird, doch über Tag alleine ihrer Aufgabe nachgeht. Da jedoch nicht nur aus dem Lager der Vampire Gefahren drohen, sondern auch einige Menschen dazu neigen, Sookie in Schwierigkeiten zu bringen, sind ihre Tage nicht ungefährlich. Auf sich gestellt muss sie versuchen, der Lage Herrin zu werden, was sich ein bisschen negativ auf die Randfiguren der Handlung ausweitet. Sie kommen ganz einfach zu kurz.

Auch fehlt es ein bisschen an der heimeligen Atmosphäre, die die Kleinstadt Bon Temps im ersten Teil der Serie hervorgerufen hat. Dallas ist zwar ein sehr interessanter Ort, und herauszufinden, wie Vampire verreisen ist sicherlich auch nicht uninteressant, dennoch weist Untot in Dallas ein paar Längen auf.

Lediglich Sookie entwickelt sich in diesem Band ein kleines Stückchen weiter. Sie kommt besser mit ihrer Telepathie zu recht, und durch die Beziehung zu Bill scheint sie auch ein Stück gereift zu sein. Aber Bill bleibt im Hintergrund. Vom ihm bekommt man dieses Mal nicht allzu viel mit. Dennoch hat man das gesamte Buch über das Gefühl, dass in ihm etwas gärt, das er eine Entwicklung durch macht, die man als Leser nicht zu fassen bekommt und von der man auch kein klares Bild erhält.

Ergo:
Untot in Dallas macht Spaß, keine Frage. Aber es fehlt ein bisschen die Leichtigkeit des ersten Bands, ebenso wie die lockere und kribbelnde Atmosphäre zwischen Sookie und Bill. Darum gibt es in der Endwertung auch einen halben Stern Abzug.


- in: Rezension Mystery 171 mal gelesen

[Kurzrezension] Vorübergehend tot - Charlaine Harris

Vorübergehend tot
Harris, Charlaine
Seiten: 328
Bewertung:

Sookie Stackhouse lebt in einer amerikanischen Kleinstadt zu einer Zeit, in der Vampire nichts Ungewöhnliches mehr sind. Ganz ungeniert mischen sie sich des Nachts unter das menschliche Volk. Einige bemühen sich ganz offensichtlich, ein bürgerliches Leben zu führen. Zu ihnen gehört auch Bill, der eines Abends in Sookies Leben tritt und einigen Gefallen an der etwas kuriosen Kellnerin findet. Denn auch Sookie ist nicht ganz so normal, wie andere Menschen. Sie kann Gedanken lesen, was ihr Leben in der Regel eher verkompliziert denn erleichtert. Und als dann auch noch ein paar Mordfälle in Bon Tempes zu beklagen sind, die ganz offensichtlich die Handschrift eines Vampirs trägt, gerät Sookie auch noch zwischen die Fronten.

In letzter Zeit gibt es unheimlich viele Vampirromane auf dem Markt. Einige zeichnen sich durchweg durch Vampire aus, die quasi generalüberholt wurden und nun über für ihre Spezies vollkommen untypische Fähigkeiten verfügen.
Bei Charlaine Harris ist das nur bedingt der Fall. Ihre Vampire leben zwar offen unter den Menschen, bemühen sich aber dennoch, unter sich zu bleiben. Ihre Fähigkeiten sind jedoch überwiegend die, die man als die traditionellen Vampirfähigkeiten kennt. Das macht auch das lesen zu einem Vergnügen, muss man sich nicht erst mit einer komplett neuen Welt anfreunden.

Ihre Charaktere zeichnet Harris der Situation angemessen. Sookie näher zu kommen und sie ins Herz zu schließen fällt nicht schwer, denn sie ist eine durch und durch liebenswerte Person, die immer und überall nur Gutes tun möchte, selbst dann, wenn sie sich wieder einmal neuen Anfeindungen ihrer Mitmenschen ausgesetzt sieht. Trotzdem bleibt gerade Sookie auch ein bisschen weit weg. Was sich jetzt wie ein Widerspruch in sich anhört, ist aber keiner, denn auf diese Weise bleibt ihr die Möglichkeit, sich in den noch folgenden Bänden weiter zu entwickeln.
Eine Möglichkeit, die im übrigen auch alle anderen Charakter offen steht.


Ergo:
Ein wirklich viel versprechender Serienauftakt. Man darf gespannt sein, wie es mit den etwas skurrilen Südstaaten-Vampir-Krimis weiter geht.



- in: Rezension Mystery 166 mal gelesen

Kurzrezensionen


Ich habe mir vorhin mal so die Liste der Bücher angesehen, die ich alle noch rezensieren möchte. Und da sind einige dabei, die schon seit über einem Jahr auf ihre Rezension warten. Und da ich mir wirklich nicht zutraue, jedes dieser Bücher ausführlich zu rezensieren, gibt es ab heute eine neue Variante von Rezensionen hier - die Kurzrezensionen.


- in: Allgemeines 156 mal gelesen

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