Tagebuch für Nikolas - James Patterson

Es passiert öfter als wir denken. Frau trifft Mann, verlebt eine schöne Zeit mit ihm und wähnt sich als glücklichster Mensch unter der Sonne. Der Himmel hängt voller Geigen und es ist ewiger Frühling… bis dann wie ein Blitz aus heiterem Himmel alles in sich zusammen fällt, weil Mann plötzlich feststellt, dass doch nur alles ein Irrtum war. Frau fällt schneller von Wolke sieben als ihr lieb ist und versteht die Welt nicht mehr…
So ergeht es Katie.
Matt ist der Inbegriff des Traummannes und wirklich und wahrhaftig an ihr interessiert. Sie versteht sich so gut mit ihm, dass sie sämtliche ihrer Prioritäten vergisst und innerhalb von elf Monaten sich ihrer Sache so sicher wird, dass sie sogar schon von Hochzeit spricht.
Der Schlag trifft sie unvorbereitet und an äußerst schmerzhafter Stelle den Matt plötzlich gegen sie richtet. Er beendet die Beziehung zu Katie und erklärt sich nicht mal.
Katie versteht die Welt nicht mehr. Als sie einen Tag später nach Hause kommt, findet sie ein Päckchen vor ihrer Tür. Es kommt von Matt und scheinbar enthält es die Erklärungen, die er zu geben nicht bereit war…
James Patterson, bekannt als grandioser Krimi- und Thrillerschreiber, hat sich bei diesem Roman wieder einmal auf die Gefühlvolle Seite der Schreiberei verlegt.
Er erzählt die Geschichte von Matt und Katie, die eigentlich die Geschichte von Suzanne und Matt und Nikolas ist. Gegenwart vermischt er mit Vergangenheit, würzt mit Erinnerungen und Gefühlen. Und so bannt James Patterson einmal mehr die Seele der Menschen auf Papier.
Das klingt vielversprechend und wer seinen Roman Sams Briefe an Jennifer kennt, knüpft an dieses Buch besondere Erwartungen. Denn seine gefühlvollen Romane beschäftigen sich nie ausschließlich nur mit dem menschlichen Sehnen nach Liebe und Geborgenheit. James Patterson schmeißt seinen Hauptfiguren Steine der besonderen Art in den Weg. Schicksalsschläge säumen die Lebenswege seiner Protagonisten.
In diesem Buch geht es um den unwiederbringlichen Verlust von Menschen. Den Tod. Ein Thema, das einen jeden seiner Leserschaft angeht, und ein Thema, das doch immer wieder weit weggeschoben wird.
Tod, Krankheit und Verlust stehen immer wieder im Gegensatz zu Leben, Liebe und Geborgenheit.
Einfühlsam und mit beeindruckenden Worten widmet sich der Autor immer wieder diesen Tabuthemen. Geschickt windet er eine schöne Geschichte um die schwarzen Gedanken und Gefühle und verleiht seinen Büchern dadurch trotz allem immer wieder eine bunte und zum Teil fröhliche Aura.
Das hat er auch bei Tagebuch für Nikolas versucht, ist damit allerdings ein Stück über das Ziel hinaus geschossen.
Dieser Roman wirkt von vornherein vorhersehbar und birgt kaum Überraschungen für den Leser. Die Idee mit dem Tagebuch, das eine junge Mutter für ihren Sohn schreibt, ist zwar eine schöne, erinnert aber extrem an den Schluß von Sams Briefe an Jennifer, wo die beiden Hauptpersonen ein Videotagebuch für ihr ungeborenes Kind anlegen.
Die Charaktere hat James Patterson zwar wie immer sehr schön gezeichnet und auch nicht vergessen, sie menschlich und ehrlich dadurch wirken zu lassen, dass er sie mit Ecken und Kanten erschaffen hat.
Trotzdem kann dieser Roman beim lesen nicht überzeugen. Die ausgeteilten Schicksalsschläge sind hart und auch wenn die Figuren jede für sich durchaus glaubwürdig handeln, wirkt die Story des Romans konstruiert und bis in kleinste Detail berechnet.
Am meisten enttäuscht das Ende des Buches. Wird bis dahin eine Gesichte erzählt, die das Leben durchaus schreiben könnte, wirkt es so, als wolle der Autor sich bei seinen Figuren entschuldigen.
Das ist Leben ist durchaus hart und nicht zu jedem fair. Das ist wohl auch die Botschaft, die aus Büchern wie Tagebuch für Nikolas sprechen soll. Nur kommt sie beim Leser nicht an, wenn er ein absurd konstruiertes Ende geboten bekommt, wodurch sich alles wieder in Wohlgefallen auflöst.
Lediglich der Stil und die vielversprechende Grundidee des Buches reißen dann noch soviel, dass das Buch seiner konstruierten Handlung wegen nicht mit einem Punkt aus der Wertung gehen muß.
Tintagel - 27. Mrz, 12:26
552 mal gelesen
Sunsy - 27. Mrz, 15:21
Ich habe auch mal wieder entdeckt, dass so romantische Bücher nicht das Wahre für mich sind. Es gibt Bücher, in denen zwar auch von Romantik die Rede ist, die aber ergreifen (so ist mir das mit Nicholas Sparks gegangen, als ich das allererste Buch von ihm gelesen habe... ich hab geheult) und dann solche, die irgendwie nur noch vor sich hin tropfen... Ich tu mich momentan schwer mit meiner Rezension zur "...Heilerin"... hocke schon den 4. Tag drüber...
glg, Sunsy
glg, Sunsy
suessehexe - 27. Mrz, 18:30
alsooooo...
dann werde ich mal was dazu schreiben :-)
ich schreibe es grade in deinen Text ..zum besseren Verständnis..dazwischen ;-)
Im wahren Leben hätte Matt sich sicherlich anders verhalten und wäre noch eine Weile alleine geblieben, anstatt Katie gleich zu heiraten.
das weiss man nicht, aber das hat mich nun nicht gestört ;-)
Suzannes Verhalten hat mich total gestört, vorallem während der zweiten Schwangerschaft. Wie kann man so verbohrt sein und unbedingt seinen Willen durchsetzen wollen, wenn alle Ärzte und sogar Matt ihr von dem Baby abraten? Man kann sich auch arg in was hinein steigern, so wie eben Suzanne. Nee, also sympathien hat sie mit dem Verhalten auf meiner Seite so gar nicht geernetet.
Das Verhalten von Suzanna habe ich auch nicht verstanden, aber auch in der Realität gibt es wirklich genug Frauen, die so ein Risiko auf sich nehmen ..zb wieviele Frauen unterziehen sich einer Hormonbehandlung oder gar künstliche Befruchtung..da denke ich auch ..entweder es klappt oder es klappt nicht
Genauso Katie. Wie kann man sich so von einem Mann verletzen lassen und dann nach diesem Tagebuchgeheule mit wehenden Fahnen zu ihm hin laufen und alles vergeben und vergessen?
Ich kann das nicht verstehen. Und diese neue Ehe... was soll das werden? Sowas in der Art wie ne Therapie für ihn und das durchsetzen ihres Kopfes für sie?
er wollte sie nicht verletzen...er hat einfach Angst bekommen..sich zu stark zu binden weil ihm schon mal genommen wurde was ihm am meisten bedeutet hat...er hat ihr darum das Tagebuch gegeben um sein Verhalten zu erklären ..tja die Zeit heilt alle Wunden auch vielleicht eine neue Liebe ? fg
ich bin gnadenlos romantisch ...aber Du bist jung ..vielleicht kommt das noch *lach*
haste meine Mail bekommen ?
knuddels
Heike :-)
ich schreibe es grade in deinen Text ..zum besseren Verständnis..dazwischen ;-)
Im wahren Leben hätte Matt sich sicherlich anders verhalten und wäre noch eine Weile alleine geblieben, anstatt Katie gleich zu heiraten.
das weiss man nicht, aber das hat mich nun nicht gestört ;-)
Suzannes Verhalten hat mich total gestört, vorallem während der zweiten Schwangerschaft. Wie kann man so verbohrt sein und unbedingt seinen Willen durchsetzen wollen, wenn alle Ärzte und sogar Matt ihr von dem Baby abraten? Man kann sich auch arg in was hinein steigern, so wie eben Suzanne. Nee, also sympathien hat sie mit dem Verhalten auf meiner Seite so gar nicht geernetet.
Das Verhalten von Suzanna habe ich auch nicht verstanden, aber auch in der Realität gibt es wirklich genug Frauen, die so ein Risiko auf sich nehmen ..zb wieviele Frauen unterziehen sich einer Hormonbehandlung oder gar künstliche Befruchtung..da denke ich auch ..entweder es klappt oder es klappt nicht
Genauso Katie. Wie kann man sich so von einem Mann verletzen lassen und dann nach diesem Tagebuchgeheule mit wehenden Fahnen zu ihm hin laufen und alles vergeben und vergessen?
Ich kann das nicht verstehen. Und diese neue Ehe... was soll das werden? Sowas in der Art wie ne Therapie für ihn und das durchsetzen ihres Kopfes für sie?
er wollte sie nicht verletzen...er hat einfach Angst bekommen..sich zu stark zu binden weil ihm schon mal genommen wurde was ihm am meisten bedeutet hat...er hat ihr darum das Tagebuch gegeben um sein Verhalten zu erklären ..tja die Zeit heilt alle Wunden auch vielleicht eine neue Liebe ? fg
ich bin gnadenlos romantisch ...aber Du bist jung ..vielleicht kommt das noch *lach*
haste meine Mail bekommen ?
knuddels
Heike :-)







*schade*
Kleiner Tipp noch am Rande...wenn Du die Bilder der Bücher bei www.lesen.de holst...hast Du den doofen hässlichen weissen Rand nicht ;-)
knuddels
Heike :-)
Verschiedene Geschmäcker
stimmt, die Geschmäcker sind verschieden. Ich habe letztes Jahr Sams Briefe an Jennifer gelesen und fand das Buch total klasse. Klar hat da James Patterson auch schon auf die Tränendrüse gedrückt, aber hier fand ich es wirklich stark konstruiert. Außerdem hat mir das Ende so gar nicht gefallen, einfach weil es diesen Friede-Freude-Eierkuchen-Effekt hat.
Vielen Dank für den Tipp. Ich werde das gleich mal mit den Bildern ändern.
Ich habe unten - für alle anderen die das Buch vielleicht noch lesen wollen extra mit SOPILER gekennzeichnet - mal aufgeführt, was mich am meisten an dem Buch gestört hat. Wenn du magst kannst du mir ja deine Gedanken dazu auch nochmal erzählen ;).
*knuddelz*
Vanessa
ACHTUNG SPOILER
Im wahren Leben hätte Matt sich sicherlich anders verhalten und wäre noch eine Weile alleine geblieben, anstatt Katie gleich zu heiraten.
Suzannes Verhalten hat mich total gestört, vorallem während der zweiten Schwangerschaft. Wie kann man so verbohrt sein und unbedingt seinen Willen durchsetzen wollen, wenn alle Ärzte und sogar Matt ihr von dem Baby abraten? Man kann sich auch arg in was hinein steigern, so wie eben Suzanne. Nee, also sympathien hat sie mit dem Verhalten auf meiner Seite so gar nicht geernetet.
Genauso Katie. Wie kann man sich so von einem Mann verletzen lassen und dann nach diesem Tagebuchgeheule mit wehenden Fahnen zu ihm hin laufen und alles vergeben und vergessen?
Ich kann das nicht verstehen. Und diese neue Ehe... was soll das werden? Sowas in der Art wie ne Therapie für ihn und das durchsetzen ihres Kopfes für sie?
Irgendwas grundlegendes fehlt mir da. Wahrscheinlich der Sinn für Romantik...