[Kurzrezension] Vorübergehend tot - Charlaine Harris
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Vorübergehend tot Harris, Charlaine Seiten: 328 Bewertung: ![]() |
Sookie Stackhouse lebt in einer amerikanischen Kleinstadt zu einer Zeit, in der Vampire nichts Ungewöhnliches mehr sind. Ganz ungeniert mischen sie sich des Nachts unter das menschliche Volk. Einige bemühen sich ganz offensichtlich, ein bürgerliches Leben zu führen. Zu ihnen gehört auch Bill, der eines Abends in Sookies Leben tritt und einigen Gefallen an der etwas kuriosen Kellnerin findet. Denn auch Sookie ist nicht ganz so normal, wie andere Menschen. Sie kann Gedanken lesen, was ihr Leben in der Regel eher verkompliziert denn erleichtert. Und als dann auch noch ein paar Mordfälle in Bon Tempes zu beklagen sind, die ganz offensichtlich die Handschrift eines Vampirs trägt, gerät Sookie auch noch zwischen die Fronten.
In letzter Zeit gibt es unheimlich viele Vampirromane auf dem Markt. Einige zeichnen sich durchweg durch Vampire aus, die quasi generalüberholt wurden und nun über für ihre Spezies vollkommen untypische Fähigkeiten verfügen.
Bei Charlaine Harris ist das nur bedingt der Fall. Ihre Vampire leben zwar offen unter den Menschen, bemühen sich aber dennoch, unter sich zu bleiben. Ihre Fähigkeiten sind jedoch überwiegend die, die man als die traditionellen Vampirfähigkeiten kennt. Das macht auch das lesen zu einem Vergnügen, muss man sich nicht erst mit einer komplett neuen Welt anfreunden.
Ihre Charaktere zeichnet Harris der Situation angemessen. Sookie näher zu kommen und sie ins Herz zu schließen fällt nicht schwer, denn sie ist eine durch und durch liebenswerte Person, die immer und überall nur Gutes tun möchte, selbst dann, wenn sie sich wieder einmal neuen Anfeindungen ihrer Mitmenschen ausgesetzt sieht. Trotzdem bleibt gerade Sookie auch ein bisschen weit weg. Was sich jetzt wie ein Widerspruch in sich anhört, ist aber keiner, denn auf diese Weise bleibt ihr die Möglichkeit, sich in den noch folgenden Bänden weiter zu entwickeln.
Eine Möglichkeit, die im übrigen auch alle anderen Charakter offen steht.
Ergo:
Ein wirklich viel versprechender Serienauftakt. Man darf gespannt sein, wie es mit den etwas skurrilen Südstaaten-Vampir-Krimis weiter geht.
Tintagel - 20. Okt, 20:15
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