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Montag, 20. Oktober 2008

[Kurzrezension] Untot in Dallas - Charlaine Harris

Untot in Dallas
Harris, Charlaine
Seiten: 283
Bewertung:

Seitdem Bill zu Sookies Leben gehört, hat sich für die hübsche Kellnerin einiges geändert. Langsam hält der Alltag Einzug in die Zweisamkeit von Bill und ihr und damit gibt es auch schon mal Meinungsverschiedenheiten und Streit. Nach so einem Streit mit ihrem Liebsten wird Sookie von einem übernatürlichen Wesen nachts auf der Landstraße angegriffen und schwer verwundet. Nur die Vampire aus Bon Temps können sie noch retten, und so steht Sookie plötzlich in ihrer Schuld. So kommt es, dass sie und Bill nach Dallas reisen müssen, um dem dortigen Vampiroberhaupt bei der Suche nach einem verschwundenen Vampir zu helfen. Bei dieser Gelegenheit enttarnt Sookie dann auch noch einen Maulwurf, was ihren Aufenthalt in der Großstadt nicht unbedingt friedlicher gestaltet...

In diesem Band geht es vermehrt um Sookie, die zwar von Bill nach Dallas begleitet wird, doch über Tag alleine ihrer Aufgabe nachgeht. Da jedoch nicht nur aus dem Lager der Vampire Gefahren drohen, sondern auch einige Menschen dazu neigen, Sookie in Schwierigkeiten zu bringen, sind ihre Tage nicht ungefährlich. Auf sich gestellt muss sie versuchen, der Lage Herrin zu werden, was sich ein bisschen negativ auf die Randfiguren der Handlung ausweitet. Sie kommen ganz einfach zu kurz.

Auch fehlt es ein bisschen an der heimeligen Atmosphäre, die die Kleinstadt Bon Temps im ersten Teil der Serie hervorgerufen hat. Dallas ist zwar ein sehr interessanter Ort, und herauszufinden, wie Vampire verreisen ist sicherlich auch nicht uninteressant, dennoch weist Untot in Dallas ein paar Längen auf.

Lediglich Sookie entwickelt sich in diesem Band ein kleines Stückchen weiter. Sie kommt besser mit ihrer Telepathie zu recht, und durch die Beziehung zu Bill scheint sie auch ein Stück gereift zu sein. Aber Bill bleibt im Hintergrund. Vom ihm bekommt man dieses Mal nicht allzu viel mit. Dennoch hat man das gesamte Buch über das Gefühl, dass in ihm etwas gärt, das er eine Entwicklung durch macht, die man als Leser nicht zu fassen bekommt und von der man auch kein klares Bild erhält.

Ergo:
Untot in Dallas macht Spaß, keine Frage. Aber es fehlt ein bisschen die Leichtigkeit des ersten Bands, ebenso wie die lockere und kribbelnde Atmosphäre zwischen Sookie und Bill. Darum gibt es in der Endwertung auch einen halben Stern Abzug.


- in: Rezension Mystery 173 mal gelesen

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