[Rezension] Das Herz des Dämons - Lynn Raven
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Das Herz des Dämons Raven, Lynn Seiten: 335 Bewertung: ![]() |
Kurzbeschreibung:
Verliebt in den Vampir? Es sieht so aus, als könnten Dawn und ihr Freund der rätselhafte und attraktive Highschool-Rebell Julien endlich ihr Glück genießen. Doch dann beginnt in einer Stadt ganz in ihrer Nähe eine grausame Menschenjagd. Und den Anführer des Rachefeldzugs verbindet mit Julien eine jahrzehntelange Feindschaft.
Seit den Ereignissen von „Der Kuss des Dämons“ ist noch nicht viel Zeit vergangen, doch Julien und Dawn können zu Beginn des zweiten Bandes ein bisschen verschnaufen. Nachdem Tod von Dawns „Onkel“ Samuel haben die Fürsten Vlad, Mircea und Radu die Vormundschaft über Dawn übernommen und halten ihre Hände schützend über sie. Doch Julien wird nach wie vor von den Lamia Fürsten lediglich als Leibwächter der Princessa Strigoja geduldet. Was im ersten Moment nicht unbedingt ein Problem sein muß, denn ob Dawn überhaupt noch die Wandlung zur Lamia durchmachen wird, ist mehr als fraglich.
Außerdem ist Julien immer noch auf der Suche nach seinem Zwillingsbruder Adrien, der nach wie vor von der Bildfläche verschwunden ist, und von dem man derzeit nur weiß, dass sein letzter Auftrag lautete, die Princessa Strigoja zu töten…
Dann überschlagen sich die Ereignisse. Im Nachbarort treibt sich ein Triebtäter herum, der junge Frauen vergewaltigt und tötet; Vlad taucht bei Dawn und Julien auf um seiner Nichte mitzuteilen, dass sie verheiratet werden soll; Julien erhält mysteriöse SMS bezüglich des Aufenthaltsortes von Adrien; und irgendwie läuft sowieso alles schief.
Wie schon im ersten Teil der Reihe bekommt der Leser auch Adriens Gesichte mit, die immer mal wieder Platz zwischen den Episoden aus Dawns und Juliens Leben einnimmt. Allerdings stören diese Einschübe überhaupt nicht, da es faszinierend ist zu erfahren, wie es dem verschwundenen Zwilling ergeht und wie nahe sich die beiden sind.
Aufgefallen ist mir außerdem, dass sich nicht nur die Personen in diesem Roman weiter entwickeln, sondern auch die Beziehungen, die zwischen ihnen herrschen. Dawn ist selbstständig und selbstbewusst genug, sich auch mal gegen Julien aufzulehnen und ihren Kopf durchzusetzen, während sie gleichzeitig einsehen muß, dass ihr nicht nur Vorteile durch die Bekanntschaft mit ihm entstehen. Gerade ihre Freundschaft zu Neal ist doch arg in Mitleidenschaft gezogen worden, der nicht damit umgehen kann, dass sie seine Gefühle nicht erwidert.
Lynn Raven legt durchaus Wert darauf, dass ihre Geschichte logisch und in sich schlüssig beim Leser ankommt. Die gesamte Geschichte an sich verdichtet sich, weil man nun auch endlich mal etwas über die Gemeinschaft der Lamia und ihre Entstehung erfährt, was die Lamia von den Vampiren unterscheidet und welche Stellung Adrien und Julien innerhalb der Lamia Gesellschaft einnehmen. Das die Zwillinge nun auch eine sehr konkrete Vergangenheit bekommen, indem Julien Dawn etwas über sich selber erzählt, macht das Ganze endlich „rund“.
Was mir wirklich gut gefällt, ist die Tatsache, dass das Buch nicht mit einem dieser fürchterlichen Cliffhanger endet. Sicherlich bleiben ein paar Fragen offen. Aber auf eine freundliche Art und Weise, die mich zufrieden und entspannt zurück lässt.
Tintagel - 24. Apr, 20:53
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