Gelesen 2007

Dienstag, 26. Juni 2007

Abschied von der Hebamme

- jedenfalls vorübergehend.

Scheinbar ist im Moment jeder Autor der Meinung, er müsse eine Serie schreiben, jedenfalls wird Anfang 2008 der zweite Teil um die Hebamme Marthe erscheinen; unter dem Titel Die Spur der Hebamme.

Das Geheimnis der Hebamme war jetzt kein fürchterlich überwältigendes Buch, aber immerhin eines, das man durchaus mal lesen kann. Tiefgründig ist es nicht und viele Überraschungen hält es für den Leser auch nicht unbedingt bereit, aber es ist flüssig geschrieben, Streckenweise sogar fesselnd bis faszinierend. Wie gesagt, man kann dieses Buch gefahrlos zur Hand nehmen und ein paar schöne Stunden im Deutschland unter Barbarossa verbringen.

Es bleibt erstmal historisch - ich habe mir gerade den ersten Teil der Joséphine - Reihe von Sandra Gulland aus dem RuB gezogen. Scheinbar habe ich jetzt wieder eine Phase in der es mich mehr in die Vergangenheit denn in irgendwelche Autopsiesäle zieht.


Darum geht's:

Was die Wahrsagerin der vierzehnjährigen Rose, Tochter eines verarmten Plantagenbesitzers auf Martinique, für die Zukunft voraussagt, ist umwerfend, aber zugleich auch völlig unglaubwürdig, wenn nicht sogar lachhaft. Rose soll die Frau eines Kaisers werden. Dabei ist sie doch völlig mittellos, ohne vornehme Erziehung und durch einen Ozean von der glanzvollen Welt der Kaiser und Könige getrennt.
Doch tatsächlich erzählt die Historie die Geschichte von Rose, die durch die Vermittlung ihrer Tante Desiree in eine reiche aristokratische Familie in Paris einheiratet. Nach einer unglücklichen Ehe mit Alexandre de Beauharnais bleibt Rose als Witwe mit zwei Kindern in den Wirren der Französischen Revolution zurück. Getrieben von dem Wunsch zu überleben, flüchtet sie sich in die Obhut des korrupten Barras, dem mächtigsten Mann Frankreichs. Und es ist seine Idee, daß Rose sich mit dem merkwürdigen kleinen Korsen anfreundet, dem Mann, der Rose zu Josephine und zur Frau von Napoleon Bonaparte wer den lässt.
Sandra Gulland entwirft in ihrem Roman nicht nur ein fesselndes Panorama dieser Epoche, sondern sie zeichnet einfühlsam und zugleich kraftvoll das außergewöhnliche Schicksal einer faszinierenden und eigenwillig starken Frau nach.
- in: Gelesen 2007 455 mal gelesen

Samstag, 9. Juni 2007

Dann halt jetzt...

... nen Thriller.

Toxic habe ich mir aus meinem RuB gezogen. Die ersten paar Seiten habe ich erst gelesen, hören sich aber schon mal gut an. Ich bin gesannt.



Und darum geht es:
Detective Sergeant Seamus Moynihan steht vor dem spektakulärsten Fall seiner Karriere. Er hat drei Mordfälle aufzuklären, Männer im besten Alter, die nackt ans Bett gefesselt wurden und am Gift einer der tödlichsten Schlangen der Welt starben. Was steckt dahinter? Der Killer hinterlässt jedes Mal eine Botschaft am Tatort. Die Schlange als Instrument der Verführung? Welches Feuer lodert in den Adern des Killers, dass er seine Opfer auf so archaische Weise brutal zu Tode foltert? Je mehr Moynihan hinter die wahren Beweggründe des Killers blickt, umso gefährlicher wird es auch für ihn selbst.
- in: Gelesen 2007 429 mal gelesen

Dienstag, 5. Juni 2007

Ein Buch zur Serie

McLeods Töchter von Thea Silva


Darum geht's:
Nach dem Tod ihres Vaters muss Claire McLeod die familieneigene Farm, irgendwo im australischen Busch gelegen, alleine weiterführen. Zu allem Überfluss taucht auch noch ihre Halbschwester Tess auf Drover`s Run auf, die Claire zwanzig Jahre nicht gesehen hat, und beansprucht die Hälfte des Erbes für sich.
Die hübsche Tess steht ihrerseits dem Landleben eher skeptisch gegenüber - bis die Brüder Alex und Nick, Claires attraktive Nachbarn, auf der Bildfläche erscheinen.
Werden sich die beiden ungleichen Frauen im Interesse der Farm zusammenraufen können? Die Konflikte scheinen vorprogrammiert ...
Spannend, gefühlvoll und mitreißend erzählt.


Wie es scheint lassen mich die Pferde doch noch nicht wieder los. Was solls? Lesen soll ja Spaß machen und nach einer gerade überstandenen Leseflaute werde ich den Teufel tun und mich zu einem Buch zwingen.
- in: Gelesen 2007 436 mal gelesen

Montag, 7. Mai 2007

Zweigleisig

Ich habe beschlossen, zum ersten Mal seit langem wieder zwei Bücher parallel zu lesen.

Das hat zum einen den Grund, dass ich hier noch einige Rezensionsexemplare liegen habe, die ich gerne schnellstmöglich lesen möchte; zum anderen liegt es daran, dass ich eine Abwechslung brauche zum kommunistischen Russland im zweiten Weltkrieg.
Tatianas und Alexanders Geschichte ist ungemein fesselnd, aber auch sehr deprimierend.

Darum habe ich mir jetzt - entgegen meines eigentlichen Vorhabens - mein neuestes Rezensionsexemplar gegriffen. Das lockt mich schon seit seinem Eintreffen und nun werde ich ihm nachgeben.
- in: Gelesen 2007 445 mal gelesen

Samstag, 5. Mai 2007

Die Liebenden von Leningrad

- selten habe ich ein so gutes Buch gelesen. Ich liebe es. Es ist Himmel und Erde zugleich. Grausam und romantisch, düster und strahlend hell. Mir fehlen einfach noch die richtigen Worte, um alles ausdrücken zu können, was dieses Buch an Emotionen in mir hervorgebracht hat. Ich kann es euch allen nur empfehlen.

Völlig untypisch für mich - und daher eine weitere Auszeichnung für dieses Buch - kann ich jetzt nicht zu etwas anderem greifen. Ich will wissen, wie es mit Tatiana und Alexander weiter geht. Ich fürchte, ich könnte diese Nacht kein Auge zu machen, wenn ich nicht schon den zweiten Band hier liegen hätte.



Darum geht es:
Während Major Alexander Belov vor einem Exekutionskommando steht, gelingt seiner schwangeren Frau Tatiana in letzter Sekunde die Flucht aus Leningrad. In Amerika versucht sie ein neues Leben für sich und ihr Kind aufzubauen. Doch Tatiana glaubt nicht an den Tod ihres Mannes. "Diese Liebesgeschichte lässt einem den Atem stocken." Daily Mail "Ihre Liebe ist bedingungslos und soll ein Leben lang dauern. Danach sehnen wir uns doch alle." Paullina Simmons
- in: Gelesen 2007 820 mal gelesen

Dienstag, 1. Mai 2007

Die Liebenden von Leningrad

Ich erzähle euch mal kurz was zu meinem aktuellen Lesestoff:


Darum geht's:

Ein mitreißender Roman vor der prachtvollen Kulisse der goldenen Paläste Leningrads. An einem warmen Sommertag 1941 begegnet Tatiana dem jungen Offizier Alexander, der Liebe ihres Lebens. Doch Alexander hütet ein Geheimnis, das so lebensgefährlich ist wie der Krieg, der vor den Toren Leningrads steht. Werden sie jemals ihre Gefühle füreinander zeigen können? "Doktor Schiwago" und "Vom Winde verweht" in einem Buch!


Weit bin ich allerdings noch nicht. Gerade mal in Kapitel 2. Aber mir gefällt es bis jetzt ganz gut. Zudem war ich bis jetzt noch nie in Russland. Das ist faszinierend. Und Tatjana ist noch so herrlich "Backfischmäßig" und sieht absolut keinen Sinn darin, sich um das zu scheren was ihre Eltern ihr auftragen. Ich bin mal gespannt, wie schnell sie erwachsen wird, denn die Zeiten denen sie zusteuert, sind keine guten. Und wann lernt sie endlich Alexander kennen? Ich kann's kaum erwarten, ehrlich gesagt.
- in: Gelesen 2007 568 mal gelesen

Freitag, 27. April 2007

Frisch aus dem SuB

Mein aktuelles Buch ist eines, dass ich hoffentlich verstehen werde. Nicht weil es so schwierig geschrieben wäre, sonder einfach weil es in die Artus - Saga gehört und über Artus habe ich noch nicht viel mehr gelesen als "Die Nebel von Avalon" - und auch das ist schon so lange her, dass es fast nicht mehr wahr ist.



Darum geht's:
Vivian wird von ihrer rätselhaften Großtante Morgana le Faye von der Klosterschule nach Haut-Desert geholt. Während sie dort in Magie und Hexenkunst unterrichtet wird, steht dem jungen Gawain am Hof von König Artus der Ritterschlag bevor. Die Liebe der beiden unschuldigen Menschen ist Morgana ein Dorn im Auge. Sie will Vivian dem grünen Ritter zur Frau geben, der mit rotglühenden Augen und riesenhafter Erscheinung ganze Landstriche in Angst und Schrecken versetzt, und sie so zum Werkzeug im Komplott gegen den König machen. Doch Morgana hat die Rechnung ohne den großen Merlin gemacht. - In den Mittelpunkt ihrer Fortschreibung der Artussage rückt Vera Chapman zauberhaft menschliche Frauengestalten.
- in: Gelesen 2007 480 mal gelesen

Montag, 23. April 2007

Genre wechsel

Gestern Abend habe ich Die Königsdame noch beendet. Ein wirklich fesselndes Buch! Die ausführliche Rezension kommt wie immer erst auf der Histo-Couch bevor ich sie hier veröffentlichen werde.

Weil es schwer ist nach einem so guten Buch ein weiteres des gleichen Genre zu lesen, habe ich mir nun etwas ganz anderes aus dem RuB gezogen:

Jeden Tag den Tod vor Augen Polizisten erzählen



Darum geht's:
Das schwer verletzte Kind, das Entführungsdrama, der getötete Kollege - Polizisten haben jeden Tag den Tod vor Augen. Wie gehen sie mit solchen Erlebnissen, aber auch der Bedrohung des eigenen Lebens um? In authentischen Geschichten berichten Polizisten aus ihrem Alltag und zeigen sich als Menschen, die andere leiden und sterben sehen, weil es ihr Beruf mit sich bringt. Entstanden aus dem Internet-Projekt »Polizei-Poeten«, mit eindringlichen Fotos von Suzanne Eichel - ein erschütterndes Buch über eine uns verschlossene Welt.

Mit einem Vorwort der Tatort-Kommissarin Maria Furtwängler

»Dieses Buch ist besser als tausend Krimis.« Nürnberger Zeitung


Dieses Buch ist mittlerweile der zweite Band von den Polizei - Poeten das unter Volker Uhl herausgegeben wurde. Schon im ersten Band Die erste Leiche vergisst man nicht fanden sich Erlebnisse und Erfahrungen aus dem Polizeialltag, die den Leser tief berührten.
- in: Gelesen 2007 434 mal gelesen

Freitag, 6. April 2007

Die Königsdame und Bookcook

Seit einiger Zeit schon bin ich mit den diversen Buchverwaltungsprogrammen am liebäugeln. Bis lang konnte ich mich nie entscheiden , welches ich nun für mich am geeignetsten empfunden habe.

Seit dieser Woche ist nun also Bookcook bei mir. Darum ist es hier im Moment auch still. Ich bin dabei sämtliche meiner Bücher die ich so finden kann in dieses Programm einzuspeisen. Am meisten gespannt bin ich dann auf meine nächste Monatsstatistik, die ja nun noch ein bißchen genauer sein sollte *g*.

Außerdem habe ich jetzt zu Die Königsdame gegriffen. Das Buch schreit schon so lange, dass es gelesen werden will, wie es hier ist. Ich gebe ihm jetzt nach und werde mal sehen, wie sich das so entwickelt.

Das erste Kapitel habe ich schon gelesen und es gefällt mir vom Stil her sehr gut. Ganz anders als Das Haus der Zeichen, zum Glück.



Darum geht's:
Als junges Mädchen kommt Fatmah nach Dresden. Angstvoll und alleingelassen muss sie die fremden Sitten am sächsischen Hof erlernen. Sie wird Zofe von Augusts mächtigster Mätresse, Constantia von Cosel. Bis Fatmah selbst das Interesse des Königs erregt und für Constantia zur Rivalin wird. Wem kann Fatmah am Hofe trauen? De Villeroy, dem französischen Gesandten, der sich elegant über Augusts mangelndes Kriegsglück lustig macht? Oder dem jungen polnischen Grafen Worowski, der im Geheimen für die Freiheit seines Volkes kämpft? Da gerät Fatmah in eine Intrige um Magie, Mord und Verrat. Kann die Königsdame ihr Schicksal wenden?Spannend, authentisch erzählt, historisch präzise der neue Roman von Sabine Weigand.
- in: Gelesen 2007 533 mal gelesen

Sonntag, 1. April 2007

Kann es sein

dass ich euch noch gar nicht zu / von meinem aktuellen Buch erzählt habe? - Das hole ich hiermit nach.


Klappentext:
Seit drei Jahrhunderten ist Eichleben im Besitz der Familie Hohenberg. Als Lucie Ende des 19. Jahrhunderts die Leitung des Gutes übernimmt, ist sie fasziniert von der Mystik des Hauses. Doch erst Jahre später begreift sie ihre Aufgabe: Um den Zusammenhalt der Familie zu sichern, muss sie die Geschichte des rätselhaften Hauses entschlüsseln.
Esther von Krosigk ist den Spuren ihrer eigenen Familiengeschichte gefolgt und hat in ihrem Roman mit Lucie eine bewundernswerte Frau geschaffen, die das Schicksal ihrer Verwandten maßgeblich beeinflusste.

Jep, so schauts aus. Ich gebe zu, ich schwächele gerade ein bißchen und hänge im ersten Kapitel. Aber das wird sich mit Sicherheit ändern, ich lese es nämlich in einer Leserunde und da werden mich die Kommentare der anderen sicherlich zum sofortigen weiterlesen animieren, auch wenn mir derzeit der Sinn eigentlich nach was ganz anderem steht...
- in: Gelesen 2007 459 mal gelesen

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