Abschied von der Hebamme
- jedenfalls vorübergehend.
Scheinbar ist im Moment jeder Autor der Meinung, er müsse eine Serie schreiben, jedenfalls wird Anfang 2008 der zweite Teil um die Hebamme Marthe erscheinen; unter dem Titel Die Spur der Hebamme.
Das Geheimnis der Hebamme war jetzt kein fürchterlich überwältigendes Buch, aber immerhin eines, das man durchaus mal lesen kann. Tiefgründig ist es nicht und viele Überraschungen hält es für den Leser auch nicht unbedingt bereit, aber es ist flüssig geschrieben, Streckenweise sogar fesselnd bis faszinierend. Wie gesagt, man kann dieses Buch gefahrlos zur Hand nehmen und ein paar schöne Stunden im Deutschland unter Barbarossa verbringen.
Es bleibt erstmal historisch - ich habe mir gerade den ersten Teil der Joséphine - Reihe von Sandra Gulland aus dem RuB gezogen. Scheinbar habe ich jetzt wieder eine Phase in der es mich mehr in die Vergangenheit denn in irgendwelche Autopsiesäle zieht.

Darum geht's:
Was die Wahrsagerin der vierzehnjährigen Rose, Tochter eines verarmten Plantagenbesitzers auf Martinique, für die Zukunft voraussagt, ist umwerfend, aber zugleich auch völlig unglaubwürdig, wenn nicht sogar lachhaft. Rose soll die Frau eines Kaisers werden. Dabei ist sie doch völlig mittellos, ohne vornehme Erziehung und durch einen Ozean von der glanzvollen Welt der Kaiser und Könige getrennt.
Doch tatsächlich erzählt die Historie die Geschichte von Rose, die durch die Vermittlung ihrer Tante Desiree in eine reiche aristokratische Familie in Paris einheiratet. Nach einer unglücklichen Ehe mit Alexandre de Beauharnais bleibt Rose als Witwe mit zwei Kindern in den Wirren der Französischen Revolution zurück. Getrieben von dem Wunsch zu überleben, flüchtet sie sich in die Obhut des korrupten Barras, dem mächtigsten Mann Frankreichs. Und es ist seine Idee, daß Rose sich mit dem merkwürdigen kleinen Korsen anfreundet, dem Mann, der Rose zu Josephine und zur Frau von Napoleon Bonaparte wer den lässt.
Sandra Gulland entwirft in ihrem Roman nicht nur ein fesselndes Panorama dieser Epoche, sondern sie zeichnet einfühlsam und zugleich kraftvoll das außergewöhnliche Schicksal einer faszinierenden und eigenwillig starken Frau nach.
- in: Gelesen 2007
Scheinbar ist im Moment jeder Autor der Meinung, er müsse eine Serie schreiben, jedenfalls wird Anfang 2008 der zweite Teil um die Hebamme Marthe erscheinen; unter dem Titel Die Spur der Hebamme.
Das Geheimnis der Hebamme war jetzt kein fürchterlich überwältigendes Buch, aber immerhin eines, das man durchaus mal lesen kann. Tiefgründig ist es nicht und viele Überraschungen hält es für den Leser auch nicht unbedingt bereit, aber es ist flüssig geschrieben, Streckenweise sogar fesselnd bis faszinierend. Wie gesagt, man kann dieses Buch gefahrlos zur Hand nehmen und ein paar schöne Stunden im Deutschland unter Barbarossa verbringen.
Es bleibt erstmal historisch - ich habe mir gerade den ersten Teil der Joséphine - Reihe von Sandra Gulland aus dem RuB gezogen. Scheinbar habe ich jetzt wieder eine Phase in der es mich mehr in die Vergangenheit denn in irgendwelche Autopsiesäle zieht.

Darum geht's:
Was die Wahrsagerin der vierzehnjährigen Rose, Tochter eines verarmten Plantagenbesitzers auf Martinique, für die Zukunft voraussagt, ist umwerfend, aber zugleich auch völlig unglaubwürdig, wenn nicht sogar lachhaft. Rose soll die Frau eines Kaisers werden. Dabei ist sie doch völlig mittellos, ohne vornehme Erziehung und durch einen Ozean von der glanzvollen Welt der Kaiser und Könige getrennt.
Doch tatsächlich erzählt die Historie die Geschichte von Rose, die durch die Vermittlung ihrer Tante Desiree in eine reiche aristokratische Familie in Paris einheiratet. Nach einer unglücklichen Ehe mit Alexandre de Beauharnais bleibt Rose als Witwe mit zwei Kindern in den Wirren der Französischen Revolution zurück. Getrieben von dem Wunsch zu überleben, flüchtet sie sich in die Obhut des korrupten Barras, dem mächtigsten Mann Frankreichs. Und es ist seine Idee, daß Rose sich mit dem merkwürdigen kleinen Korsen anfreundet, dem Mann, der Rose zu Josephine und zur Frau von Napoleon Bonaparte wer den lässt.
Sandra Gulland entwirft in ihrem Roman nicht nur ein fesselndes Panorama dieser Epoche, sondern sie zeichnet einfühlsam und zugleich kraftvoll das außergewöhnliche Schicksal einer faszinierenden und eigenwillig starken Frau nach.
Tintagel - 26. Jun, 23:23
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